KONTAKT

ZYUZ
Jugendtreff Ziegelhausen
Brahmsstr. 6
69118 Heidelberg
Tel.: 06221/1371975
E-Mail: zyuz_ziegelhausen@t-online.de oder info@zyuz.de

Träger: Evangelische Kirchengemeinde Heidelberg / Versöhnungsgemeinde Ziegelhausen

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10 Jahre ZYUZ - ein Jubiläum

10 Jahre ist es her, seit die die 1. Generation jugendlicher Besucher am ersten Schnuppertag mit über 30 Mann (und Frau) vor der Tür standen und auf Einlass hofften. Viel Organisatorisches war vorrausgegangen, damit es dazu kam: ein Kreis von Frauen und Männern (unser heutiger Freundeskreis) wollten schon seit Jahren ein Angebot für Jugendliche in Ziegelhausen und auch die Stadt Heidelberg wünschte sich, dass die letzten Stadtteile (Ziegelhausen und Schlierbach) endlich einen eigenen Treff bekämen. Doch die Haussuche gestaltete sich nicht so einfach, bis zu dem Zeitpunkt als das Textilmuseum gezwungen war, Räume abzugeben und sich zu verkleinern - schade für das Museum aber ein Riesenglück für die Jugend. Ein bombastisches Haus in exelenter Lage fast "zwischen" den Stadtteilen und in direkter Nachbarschaft zum Seniorenzentrum - eine Nachbarschaft, die Gold wert ist, auch wenn manch ein Außenstehender am Anfang da so seine Zweifel hatte... Dann musste noch ein Träger her: aber mit der Evangelischen Kirchengemeinde Ziegelhausen wurde dieser schnell gefunden. Natürlich musste das Museum nun "jugendgerecht" gestaltet werden - ein Architekt der Stadt Heidelberg baute mit viel Liebe zum Detail das Haus um und die neu eingestellten Mitarbeiter richteten es ein.

All das ist nun 10 Jahre her. Wir, die Leitung des Hauses - Marcus Schlayer und Melanie Graß - sind geblieben, die Jugendlichen haben gewechselt. Vier Generationen besuchten seit dem dieses Haus. Und jede Generation war anders und für sich genommen für uns etwas ganz besonderes. Jede Generation hat ihre Spuren hinterlassen - auch wenn die Spuren der "ersten" vielleicht die Tiefsten waren, da sie den größten Gestaltungsraum hatten (auch der Name ZYUZ ist ein "Produkt" der ersten Generation).

Viele "Ehemalige" haben noch heute einen engen Bezug zum Jugendtreff, kommen auf einen Besuch vorbei oder nutzen den Treff als erste Anlaufstelle, wenn Rat von Nöten ist.

All dies spiegelte sich bei der Feierstunde zum 10jährigen Jubiläum wieder. Bernd Schneider, Gemeindediakon der Evangelischen Kirchengemeinde Ziegelhausen, führte als Vertreter und Verantwortlicher des Trägers durch den Abend. Ein Rückblick auf die 4 Generationen und eine gesellschaftliche Einordnung durch die Leitung des Treffs nahm die vielen Gäste mit in die Arbeit hinein. Oberbürgermeister Dr.  Würzner fand freundliche Worte und zeigte, wie wichtig der Stadt Heidelberg die Offene Arbeit ist. Auch die Stellvertretende Dekanin Pfarrerin Reister-Ulrichs zeigte sich beeindruckt und sprach nicht nur als Vertreterin des Trägers sondern auch als Mutter eines Besuchers. Frau Asher, die Mutter Beate Webers, Oberbürgermeisterin a.D., berührte alle, als sie ein Grußwort ihrer Tochter vorlas. Als Pfarrer der Versöhnungsgemeinde, Pfarrer von Uslar-Gleichen, berichtete er von eigenen Vorurteilen und wie beeindruckt er von der Athmosphäre des Hauses ist. Frau Bauer-Giesen, die Vorsitzende des Freundeskreises, erzählte von den Anfängen, Gudrun Schwöbel, die Leitung vom Seniorenzentrum, von der guten Nachbarschaft und Herr Beisel, der Stadtteilvereinsvorsitzende von der guten Einbindung in den Stadtteil.

Am Beeindruckensten waren für uns jedoch die Grußworte dreier "Jugendlicher". Christopher Wolf, einer der ersten Stunde, rührte mit einem professionellen Grußwort und seiner großen Dankbarkeit. Rojda Tekinalp und Yasmin Kermiche, aktuelle Besucher, beeindruckten durch ihre einfachen Worte. "Ihr seid für mich wie meine zweiten Eltern", "Bei euch habe ich alles gelernt, was andere sich anderswo mühsam zusammen suchen müssen". Fast wären bei den Dreien die Tränen geflossen ...

Am Ende stand dann ein tolles Büffet mit Schnittchen vom Freundeskreis - was würden wir ohne unsere "Damen" nur tun? So klang der Abend mit gemütlichem Beisammensein und tollen Gesprächen aus. Viele waren gekommen: Verantwortliche aus der Kinder- und Jugendförderung der Stadt Heidelberg, Menschen aus der Kirche, dem Ort, Kollegen anderer Treffs - schön, dass Ihr mit uns gefeiert habt.

Dieser Abend wird uns in schöner Erinnerung bleiben.

 

Wir danken Frau Welker, die wunderschöne Fotos für die Rhein-Neckarzeitung sowie die Stadtteilrundschau von diesem Abend gemacht hat. Ebenso danken wir Frau Esser, die für die evangelische Kirchengemeinde fotografiert hat.

Mehrgenerationenfest am 9. Juni 2013

10 Jahre ZYUZ und 21 Jahre Seniorenzentrum waren Anlass genug, die gute und intensive Nachbarschaft in der Brahmsstraße 6 mit einem Ziegelhäuser Generationenfest zu feiern.

Seit Jahren teilen sich unsere beiden Einrichtungen nicht nur die gemeinsae Hausnummer, sondern auch viele schöne gemeinsame Erlebnisse und so bereitete schon die gemeinsame Vorbereitung allen viel Freude.

Trotzdem schien unser Generationenfest  am Sonntag  zu Beginn des Tages unter keinem guten Stern zu stehen. Starker Regen schien es unmöglich zu machen, den Kletterturm im Garten aufzubauen.

Da mussten wir Mitarbeiter der beiden Institutionen improvisieren: die Spielgeräte wurden soweit wie möglich im ZYUZ verteilt, Schirme wurden aufgespannt, ... Doch dann hatte der Verantwortliche fürs Wetter ein Einsehen: gegen 11:30 Uhr - pünktlich zum offiziellen Beginn - klarte der Himmel auf und sofort wuchst der Kletterturm in den Himmel.

Die Besucher kamen in kleinen Gruppen, dennoch entwickelte sich das Fest im Laufe des Tage zu einem fröhlichen sowie ausgelassenen Treffen für Alt und Jung. Nicht nur Bullriding und Hochstapelturm sondern auch "Spiele aus alten Zeiten" im ZYUZ, die "moderne" Wii- Spielkonsole im Seniorenzentrum, alkoholfreie Cocktails von der Jugend, Würstchen, Pommes, Quiche und Kuchen von den Senioren und die Bastelecke von den Senioren für Kinder im Jugendtreff führte dazu, dass es ein lebhaftes Hin und Her zwischen den Häusern gab.

Die Sevillanastanzgruppe, die bei feurigen Klängen tanzte, war ein Augenschmaus und lud zum Mittanzen ein, die Bachkapelle - eine Ziegelhäuser Institution - ließ einige über das Festes hinaus im Garten des Seniorenzentrums verweilen.

Alt und Jung waren sich einig: "Das war ein schöner Tag!"

Als alles fertig war, wurde gemeinsam aufgeräumt: junge Arme fassten im Seniorenzentrum an, fleißige Seniorinnen spülten unermüdlich. So bleibt das Fest allen in guter Erinnerung ... und am Ende saßen wir alle in der Sonne im Garten...

Kajaksommer 2013

5 Wochen Kajakfahren, das bedeutet 5 Wochen Jugendtreff "draußen", ca. 130 verschiedene Kinder und Jugendliche, 10 Kajaks, die dem ZYUZ gemeinsam mit den anderen evangelischen Jugendtreffs und dem evangelischen Jugendwerk gehören, ein Gemeindebus der evangelischen Versöhnungsgemeinde Ziegelhausen, viel Wassser, gute Laune und in diesem Jahr sogar fast ausschließlich gutes Wetter.

Die erste Woche - in Kooperation zum einen mit dem Holzwurm zum anderen mit dem CityCult - fand in grpoßer Hitze ausschließlich  am Altrhein in Ketsch statt. Jeden Tag 9 neue Kinder schnupperten ins Kajakfahren hinein, sammelten erste Erfahrungen auf dem Wasser, schwammen im Rhein, picknickten gemeinsam und erlebten als Abschluss eine Tour den Altrhein entlang bis nach Brühl, bzw. bis zu der Stelle an der der Altrhein wieder in den Rhein fließt. Abenteuer und Spaß pur waren in diesen Tagen inklusive.

Danach fanden 4 Wochen lang das Kajakangebot des ZYUZ statt. Zwischen 23 und 33 Kinder pro Woche erlebten von Montag bis Mittwoch eine Kajakschule am Neckar in Ziegelhausen.  Ein Lagerplatz an der Bootsanlegestelle war die Basisstation: von hier aus konnten die Jugendlichen im Sichtbereich das Kajakfahren erlernen. Nach einer gemeinsamen Theorieeinführung am ersten Tag hatten die Jugendlichen  Zeit die 10 Boote in Gruppen abwechselnd zu nutzen und das gelernte in der Praxis auszuprobieren. Sie übten das richtige Einsteigen, Kurven fahren oder das Boot gerade aus zu halten. Jedes vorbei fahrende Schiff wurde vom Rand begrüßt und geübtere Fahrer freuten sich anschließend über die entstandenen Wellen. Aber auch Kenterspiele oder Ballspiele im Wassser standen hoch im Kurs. Die Jugendlichen, die gerade nicht im Boot saßen, konnten am Ufer die Gesellschaftsspiele, Bälle oder Malutensilien nutzen, sie fanden hier etwas zu trinken und auch Kleinigkeiten zu essen, wie z.B. Karotten und Gurken und - wer die Erlaubnis der Eltern besaß - konnte in Ufernähe mit Schwimmweste im Wasser planschen - diese "Ersatzprogramm" war manches Mal fast noch attraktiver als das Kajakfahren selbst, so dass auch ein mal die Mitarbeiter "am Rand" die Chance zum Kajakfahren bekamen. Am dritten Tag fand dann eine kleine Kajakprüfung statt, in der die Jugendlichen zeigen konnten, was sie gelernt hatten: Slalom fahren, eine Strecke in vorgegebener Zeit fahren, richtig ein- und aussteigen, Theroriefragen beantworten - all das gehörte dazu und war Pflicht für die, die am folgenden Donnerstag oder Freitag mit auf eine Tour wollten.

Donnerstag ging es dann mit 9 Teilnehmern der Kajakschule an den Altrhein. Hier konnte das Erlernte auf einer längeren Tour angewendet werden. Im ersten Teil wurde die seeähnliche Ausbuchtung erkundet. Wer Lust hatte konnte auch schwimmen oder sich mit der Strömung ein Stück flussabwärtstreiben lassen. Hier war noch einmal Zeit für Kenterspielchen oder ähnliches. Nach einem ausführlichen gemeinsamen Picknick ging es dann noch einmal eine Tour den Altrhein herunter.

Am Freitag fand dann auch wieder 9 Teilnehmern der Kajakschule eine Jagsttour statt. Auf dieser Tour war es notwendig, dass die Jugenlichen ihr Boot beherrschten. Nach der Anfahrt nach Krautheim fand deshalb auch noch mal eine Einweisung in das richtige Verhalten bei schwierigen Stellen statt, denn schon gleich nach der ersten Kurve wurde es spannend: eine Stromschnelle musste überwunden werden und wer nicht 100% konzentriert war lag hier gleich das erste Mal im Wasser. 2 1/2 Stunden waren wir unterwegs, bis die Picknickstelle erreicht war. Manch eine Stromschnelle wurde dabei passiert und der ein oder andere Müsliriegel verdrückt. Beim Picknick war der Hunger trotzdem groß: kalte Frikadellen, Wienerle, Käsewürfel, Brot und Jogurt wurden verdrückt. Nach einer Erholungspause ging es dann noch einmal eine Stunde weiter mit den Kajaks bis das Ziel "Kloster Schöntal" erreicht war. Auf der Rückfahrt im Bus waren dann alle erschöpft aber sehr glücklich und stolz, es geschafft zu haben.

Alles in allem war diese Zeit sehr gelungen - ohne nennenswerte Verletzungen, stand immer der Spaß im Vordergund. Und als Höhepunkt kamen dann noch der Freundeskreis mit Eis und der Stadtteilverein mit einer Spende vorbei. Viele Teilnehmer wollten sich am liebsten gleich für den nächsten Sommer anmelden - denn schon dieses Jahr waren die Plätze knapp. Aber der Anmeldebeginn wird erst nach den Weihnachtsferien sein ...